Die Geschichte des Tambourcorps


Wilhelm Vossdellen war Hauptlehrer der Volksschule Herrenshoff und ein großer Freund der Musik. Bei Schulausflügen sorgten seine Jungen mit Trommeln und Flöten für einen zügigen Marschschritt. Hier liegt der Ursprung der Gründung des Tambourcorps "Nordstern" Herrenshoff.

Die Klassenkameraden der Jahrgänge 1902 bis 1904 hatten an dem Spiel solche Freude bekommen, dass sie die Schultradition fortsetzten. Heinrich Gilles, Peter Boutzen und Cornelius Naus gingen noch einen Schritt weiter und gründeten 1921 im Lokal Bullert das Tambourcorps "Nordstern" in Herrenshoff.

Der Name "Nordstern" wurde gewählt, weil Wilhelm Vossdellen war Hauptlehrer der Volksschule Herrenshoff und ein großer Freund der Musik die damalige Hohnschaft Herrenshoff die nördlichste der Gemeinde Korschenbroich war. Engelbert Dresen aus Raderbroich stiftete die ersten beiden Trommeln und Flöten. Kasper Krüers, ein alter Spielmann und uneigennütziger Freund aus Neuwerk, war der erste Lehrmeister.

Schnell nahm die Mitgliederzahl der Corps zu.

Die ersten Angehörigen waren:
   Heinrich Gilles als Vereinsführer
   Hornisten:
   Leo Meier, Johann Nilgen, Heinrich Siegers, Hermann Siegers, Cornelius Naus.
   Tambouren:
   Willi Siegers, Franz Siegers, Werner Maßen, Johann Lönnendonker.

Sobald man zwei Märsche spielen konnte, zog mal voller Stolz auf Feldwegen nach Liedberg. Von der Marschmusik angelockt, begeisterten sich die Liedberger Bruderschaftler so sehr, dass sie das gesamte Corps spontan für die nächsten Kirmes verpflichteten.

Sie mussten es nicht bereuen, denn der erste Auftritt des Corps in der Öffentlichkeit war dank des großen Übungsfleißes zackig und exakt. Gleichzeitig war diese erste Kirmes, die erste "Alkoholgewöhnungsübung", und manche Flasche Korn wanderte irgendwo in eine Hecke oder hinter eine Mauer, da die jungen Burschen mit ihren 18 oder 19 Jahren trinkfest waren.

Bald fühlte man sich stark genug, am ersten Wettstreit in Viersen teilzunehmen, doch zu einem Preis reichte es noch nicht. Hermann Nauetz als erfahrener Spielmann war der erste Tambourmajor. Eifrig wurde unter der Anleitung von befreundeten Spielleuten aus Lürrip geprobt, und die Mühe zahlte sich aus. Unter dem neuen Präsidenten und Tambourmajor Heinrich Gilles errang das Corps auf vier verschiedenen Wettstreiten in der B-Klasse zum ersten Mal die 1. Ehrenpreise.

Peter Nilgen sorgte für neue blaue Uniformen und Mützen, bei denen oft die "Bahnenmänner" mit ihren blauen Mützen aushalfen.

Großer Sympathien erfreute sich Werner Maaßen, langjähriger Schriftführer und Gerätewart, weil er aus drei zerschlagenen Trommeln eine neue machen konnte. Neu waren auch die Martinshörner, die bei verschiedenen Auftritten benutzt wurden.

Zum 5. Stiftungsfest gab es eine Sensation. Das erste Festzelt in Korschenbroich wurde vom Tambourcorps "Nordstern" Herrenshoff aufgestellt. Mit zehn Pferdefuhrwerken wurde es von Hockstein geholt und unter Mithilfe des gesamten Corps aufgestellt. Das damalige Ehrenkomitee gründete kurz nach dem Stiftungsfest die Sankt Hubertus-Bruderschaft Herrenshoff.

Seit 1925 spielt das Corps bis heute auf Martinszügen in Korschenbroich und Herrenshoff auf. Das Spiel zu "Unges Pengste" in Korschenbroich ist inzwischen zur Tradition geworden.

Als 1932 die "Gleichschaltung" erfolgte, umging man die braunen Uniformen dadurch, dass man sich als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ausgab und so weiter in blauen Uniformen spielen konnte.

Der Krieg unterbrach die Tätigkeit des Corps bis August 1947, als Heinrich Gilles als Vereinsführer die wieder heimgekehrten Mitglieder zu einer Versammlung zusammenführen konnte. Hierbei handelte es sich um Josef Schriefers, Josef Lenzen, Johann Meier, Matthias Jammers und Heinrich Florenz. Langsam blühte das Corps wieder auf und konnte die alte Tradition fortsetzen.

1962 musste Heinrich Gilles den Tambourstab wegen Krankheit aus der Hand legen und konnte nur noch die Vereinsführung übernehmen. Den Tambourstab übergab er seinem Sohn Hardy Gilles, der ein guter Nachfolger seines Vaters war und ihm nicht viel nachstand.

1963 ging Karl Hoppenkamps als erstes Mitglied des Tambourcorps als Minister der Bruderschaft Herrenshoff in die Vereinsgeschichte ein.

Ab 1967 leitete Hubert Otten das Corps und Hermann Meyendriesch wurde neuer Corpsführer. Auf die Initiative Hubert Ottens hin wurde am 10. Juni 1967 ein Jugendcorps aus 10- bis 14-jährigen Jungen ins Leben gerufen, das schon bald mit 12 Tambouren und 12 Hornisten an die Öffentlichkeit trat.

Als Hubert Otten 1969 die Vereinsführung nicht mehr ausüben konnte, wählte man Willi Siegers zum neuen Vorsitzenden. Am 11. Februar 1969 starb der Ehrenvorsitzende Heinrich Gilles und am 10. November 1969 Hubert Otten.

Nachdem im Jahre 1973 Hermann Meyendriesch aus gesundheitlichen Gründen das Amt des Tambourmajors nicht mehr ausüben konnte, wurde das Corps von Heinrich Meuser geleitet, bis man in Hans Naues einen neuen Tambourmajor gefunden hatte. Unter der Leitung von Hans Naues wurde das Corps durch Lyra, großer Trommel und Becken verstärkt.

Seit 1978 oblag das Amt des Tambourmajors Franz Willi Speck, welcher gleichzeitig das Amt des Geschäftsführers ausübte. Mittlerweile verfügt das Corps über eine 2. Lyra, was zu einem wesentlich besseren Spiel beitrug.

Im Jahre 1980 wurde der Verein auf Initiative der Mitglieder Willi Siegers und Franz Willi Speck beim Vereinsregister des Amtsgerichts Neuss angemeldet und unter der Nummer 57 VR 990 registriert. Seither führt das Corps die Bezeichnung e. V. (eingetragener Verein).

Nach längerer Krankheit trat im Jahre 1983 das Gründungsmitglied Willi Siegers als Vereinsvorsitzender zurück. Zum neuen Vorsitzenden wurde Joachim Beyers von der Mitgliederversammlung gewählt.

In den letzten Jahren unterstrich das Tambourcorps sein Können durch Auftritte mit Polizei- und Bundeswehrkapellen, sogar durch einen Auftritt mit den "Bückeburger Jägern". Beliebt ist das Tambourcorps "Nordstern" Herrenshoff bei Schützenfesten in der näheren und weiteren Umgebung. Sogar an Rhein und Mosel, sowie in Holland, Frankreich und Österreich erfreute das Tambourcorps "Nordstern" Herrenshoff sein Publikum durch sauberes und exaktes Auftreten.

Auch ist das Corps schon lange Jahre stark im sozialen Bereich tätig. Vor Jahren hat der Verein zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Herrenshoff eine Veranstaltung für die Behinderten der Stadt Korschenbroich durchgeführt.

1986 wurde mit Bruno Wallrath wieder ein Mitglied des Tambourcorps "Nordstern" Herrenshoff Minister in der St. Hubertus-Bruderschaft Herrenshoff.

Nachdem das Corps im Jahre 1987 beim Bundesfest in Mönchengladbach-Rheydt beim großen Festzug aufgespielt hatte, waren die Mitglieder so begeistert, dass daraufhin beim Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften der Antrag auf Ernennung zum Bundesschützen-Tambourcorps gestellt wurde. Auch in den folgenden Jahren spielte das Corps bei den Bundesfesten in Kleve, Langenfeld, Bonn und Kempen mit dem Bundesschützen-Musikcorps Kleinenbroich auf.

Am 10. November 1988 starb nach langer Krankheit unser Vereinswirt Herbert Reichartz.

Im Jahre 1990 wurde nun das gute Spiel und das saubere Auftreten des Vereins mit der Verleihung des Titels Bundesschützen-Tambourcorps belohnt. Die Urkunde wurde dem Corps durch den Bundesgeschäftsführer Wolfgang Leweke beim Schützenfest in Büttgen-Driesch überreicht.

1990 beschlossen drei Mitglieder, Wolfgang Maubach, Peter Moll und Wolfgang Schmitz, den Vogel der St. Hubertus-Bruderschaft von der Stange zu holen. Das klappte nicht auf Anhieb. Im Jahre 1991 war es dann soweit. Wolfgang Maubach schaffte es, den Vogel abzuschießen. Zu seinen Ministern ernannte er Peter Moll und Andreas Tillmann. König und Minister wurden vom Verein voll unterstützt.

Am 27. Oktober 1991 feierte das Bundesschützen-Tambourcorps "Nordstern" Herrenshoff e.V. sein 70-jähriges Vereinsjubiläum. Nach einem musikalischen Frühschoppen fanden sich zahlreiche Vereine zu einem Freundschaftstreffen im Festzelt in Korschenbroich ein. Es war, wie die Feste vorher, ein gelungener Tag.

Seit Jahren schon nimmt das Corps an den jährlichen Konzerten zu Gunsten der Kinderkrebshilfe teil. Diese Aktion wird vom Verein nicht nur musikalisch, sondern auch finanziell unterstützt. Jedes Jahr spendet das Corps 1.000,-- DM für die Kinderkrebshilfe. Auch vom Erlös des 70-jährigen Jubiläums ging ein Teil an die Kinderkrebshilfe. Auch als die AOK Neuss zur Knochenmarkspende für ein leukämiekrankes Kind aufrief, hat sich das Corps fast komplett zum Bluttest begeben.

Da dem Corps die Räumlichkeiten des Vereinslokales Reichartz Anfang 1992 nicht mehr zur Verfügung standen, sah man sich gezwungen ein neues Vereinslokal zu suchen. Dieses wurde im Hause Lindenbaum bei Heiner und Rosemarie Bruss gefunden. Die wöchentlichen Proben werden seitdem in der Grundschule in Herrenshoff abgehalten. Dort wurde von der Stadt Korschenbroich ein Raum zur Verfügung gestellt, der von den Vereinsmitgliedern in Eigenleistung für die Nutzung als Geräteraum umgebaut wurde.

1993 verließ Franz Willi Speck nach langjähriger Zugehörigkeit als Tambourmajor und Geschäftsführer mit Bedauern den Verein.

Im gleichen Jahr legte der Vorsitzende Joachim Beyers sein Amt nieder. Zwei Jahre später verließ er aus beruflichen Gründen den Verein.

Ihm folgte im Amt bis 1994 Klaus Schmitz als neuer Vorsitzender.

Um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, übernahm Wolfgang Maubach das Amt des Tambourmajors. Peter Moll übernahm das Amt des Geschäftsführers, welches er mit 4jähriger Unterbrechung bis zur JHV im Januar 2011 ausübte.

Im Jahr 1993 wurde beschlossen, neue Uniformen anzuschaffen, was Anfang 1994 verwirklicht werden konnte.

Im Mai 1994 nahm das Corps mit Begeisterung die Einladung an, in Üdesheim am Freundschaftstreffen teilzunehmen.

Die Spiele bei Goldhochzeiten und St. Martin sind auch schon wie alle anderen Spiele, zur Tradition geworden. Der Erlös aus den St. Martins Spielen kommt der Kinderkrebshilfe zu Gute.

Auch Anfang 1995 blieb das Corps vom Pech nicht verschont. Nicht nur, dass der Vorsitzende Klaus Schmitz von seinem Amt zurücktrat, trennte das Corps sich auch von Kassierer und Tambourmajor Wolfgang Maubach.

Als Vorsitzende folgte 1995 Herbert Lenzen und als Kassierer wurde Wolfgang Schmitz gewählt, der dieses Amt bis
zur JHV im Januar 2011 ausübte.

Im August 1995 erfüllte sich Peter Moll seinen Wunsch und wurde für das Jahr 1996 neuer Schützenkönig der St. Hubertus Bruderschaft Herrenshoff. Ihm standen als Minister Norbert Holz und Heinz Liévre zur Seite.

Im Frühjahr 1996 nahm das Corps an den Feierlichkeiten zum 40jährigen Bestehen des Bundesschützen-Fanfarencorps Korschenbroich teil.

Vom 07. bis 09.Juni 1996 wurde unter der Schirmherrschaft vom Bürgermeister der Stadt Korschenbroich, Dr. Ulrich Klose, das 75jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Zu diesem Anlass wurde ein Festzelt in Herrenshoff errichtet. Neben einem Festkommers und einem Tanzabend wurde sonntags ein großes Freundschaftstreffen mit einem Wettstreit der Vereine durchgeführt. Als einziges noch lebendes Gründungsmitglied konnte Werner Maßen an diesem Fest teilnehmen.

Im August 1996 wurde Peter Moll als Schützenkönig des St. Hubertus Bruderschaft Herrenshoff gefeiert. Das Tambourcorps legte aus diesem Anlass während der Schützenfesttage seine Instrumente zur Seite und trat mit großer Begeisterung als Königszug auf.

Nachdem Norbert Siegers den Verein 1997 verlassen hatte, übernahm Peter Moll neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer das Amt des Tambourmajors.

Im Jahr 1998 belegte der Verein den 2. Platz beim Bundeskönigsschießen. Im gleichen Jahr wurden 3 neue Lyras angeschafft, was dem harmonischen Spiel weiteren Auftrieb gab.

Auf der Jahreshauptversammlung 1999 wurden Friedhelm Höch zum neuen Vorsitzenden und Norbert Breuer zum neuen Geschäftsführer gewählt

Doch nicht nur musikalisch wusste das Corps zu begeistern. Aus sportlichem Ehrgeiz nahm der Verein erfolgreich bei einem Fußballturnier teil, welches das Tambourcorps Hockstein ausrichtete, mit dem seit langer Zeit eine freundschaftliche Verbindung besteht.

Im gleichen Jahr beteiligt sich das Corps mit Erfolg an einem Wettstreit in Wesel-Büderich.

Neben den zahlreichen Auftritten bei Schützenfesten, Krönungsbällen und St. Martins-Spielen findet der Verein immer noch die Zeit, an Veranstaltungen zur Pflege der Geselligkeit und zur Pflege freundschaftlicher Kontakte teilzunehmen. So konnte im Jahr 2000 an einem Freundschaftstreffen des Tambour- und Fanfarenkorps Einigkeit Bracht teilgenommen werden, mit dem schon seit langer Zeit eine freundschaftliche Beziehung besteht.

Das Jahr 2002 brachte erneut einen Wechsel der Vereinsspitze mit sich. Aus beruflichen Gründen zog sich Friedhelm Höch aus dem Vereinsvorstand zurück. Ihm folgte Eugen Könes als neuer Vorsitzender.

Aus dem Gedanken heraus, die Vereinsjugend stärker in den Vorstand einzubinden, wurde der erst 18jährige Andreas Jansen im Jahr 2003 zum neuen Tambourmajor gewählt.

Um eine effektivere Vereinsleitung zu gewährleisten, wurde 2005 auf der Jahreshauptversammlung beschlossen, den Vorstand auf 3 Personen zu verkleinern. Zukünftig sollten der Vorsitzende, der Geschäftsführer und der 1. Kassierer die Geschäfte des Vereins führen.

Nachdem Norbert Breuer unverhofft das Corps verlassen hatte, erklärte sich Peter Moll bereit, das Amt des Geschäftsführers zu übernehmen. Gleichzeitig wurde er zum neuen Tambourmajor gewählt. Das Amt des Vorsitzenden wird seitdem von Norbert Holz bekleidet.

Auch im Laufe des Jahres 2005 konnte das Corps sein spielerisches Können auf zahlreichen Auftritten unter Beweis stellen. Unter anderem bei einem Konzertausflug nach Wenholthausen im Sauerland, wo die Spielleute das Schützenfest des Dorfes musikalisch unterstützten.

Dem langjährigen Mitglied Eugen Könes gelang es, die Königswürde der St.-Hubertus-Bruderschaft Herrenshoff für das Jahr 2006 zu erringen. Ein Glanz, der auch auf das Tambourcorps ausstrahlte.

Im Jahr 2006 konnte das Corps auf eine 85jährige Geschichte zurückblicken. Anlaß genug für die Aufnahme einer CD mit der Musikkapelle Kleinenbroich.

Dem Zauber der Fußballweltmeisterschaft des Jahres 2006 konnte sich auch das Tambourcorps nicht entziehen. So führte der im Rhythmus von zwei Jahren stattfindende Tagesausflug dieses Mal nach Köln, wo die Spielleute an den Großleinwänden mit der Nationalmannschaft mitfieberten.

Ebenso zauberhaft war ein anderes Ereignis. Mit Manuela Jansen-Schier und Nicole Breuer erlangten zum ersten Mal zwei weibliche Spielleute die Königswürde.

Am 29.6.2006 verstarb das Vereinsmitglied Heinz Wilms im Alter von 73 Jahren. Er gehörte dem Tambourcorps mehr als 49 Jahre an und war lange Jahre im Vorstand tätig gewesen.

Der große Erfolg des Jubiläumsjahres ließ es erwarten: Auf der Jahreshauptversammlung am 20. Januar 2007 wurde der alte Vorstand in seinem Amt bestätigt. Das heißt die geschäftsführende Leitung liegt weiterhin in den Händen von Norbert Holz, Peter Moll und Wolfgang Schmitz.

Die diesjährige Fahrt ins Blaue führte das Corps in den Nordwesten Deutschland, nach Ostfriesland in den beschaulichen Ort Wittmund. Vom 22 bis 24. Juni konnte das Corps den Einheimischen die rheinische Lebensart näher bringen.

Sehr am Leben hing in diesem Jahr der Königsvogel. Er beendete sein Dasein beim Vogelschuß am 16. Juni nur scheibchenweise. Daniel Bommes war es, der mit dem 295. Schuß verdient und glücklich die Königswürde im Corps errang. Bei den jungen Spielleuten sicherte sich André Lippold die Würde als Kronprinz.

Bei strahlendem Sonnenschein konnte das Corps am 16. September
in Ahrweiler seine Spielkünste anläßlich des Bundesschützenfestes unter Beweis stellen. Wieder einmal ernteten die Spielleute für ihr Auftreten und ihr spielerisches Können viel Lob und Anerkennung der Jury.

Auf der Jahreshauptversammlung am 19. Januar 2008 konnte der Vorsitzende Norbert Holz auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Wie erfolgreich das Tambourcorps ist, zeigt neben den zahlreichen Anfragen der benachbarten Bruderschaften auch die steigende Mitgliederzahl: Zur Zeit zählt das Corps 36 aktive Mitglieder.

 

Der diesjährige Ausflug war auch mit "Arbeit" verbunden; führte er uns doch nach Lipperode, wo wir zusammen mit einer Abordnung der St. Donatus Bruderschaft Pesch bei strahlendem Sonnenschein aktiv am Schützenfest teilgenommen haben. Den strahlenden Sonnenschein haben wir dann auch zum Bundesfest ins westfälische Beverungen mitgenommen. Für die Jugendlichen im Verein führte der diesjährige Ausflug ins Sauerland zum Vergnügungspark "Fort Fun".

 

2009 wurde eine neue Veranstaltung im sportlichen Bereich durchgeführt. Erstmals fand auf dem Bolzplatz der Grundschule Pesch das Fußballturnier der Musiker statt, an dem 7 befreundete Musikvereine teilnahmen. In einem spannenden Endspiel gegen das Tambourcorps der Feuerwehr Schelsen konnten wir erst im Elfmeterschießen dieses 1. Turnier für uns entscheiden. Der Erlös der Veranstaltung, welche zusammen mit dem Caritativausschuss der St. Donatus Bruderschaft Pesch durchgeführt wurde, bekam der Caritativausschuss gänzlich zur Verfügung gestellt.

Der diesjährige 3-Tagesausflug führte uns nach Davensberg ins Münsterland und zum Bundesfest fuhren wir ins westfälische Hövelhof.

Für die Jugendlichen ging es in diesem Jahr zum Moviepark nach Bottrop.

 

Im Jahre 2010 zählte das Tambourcorps erstmalig über 40 aktive Mitglieder. Wiederum musste beim diesjährigen Ausflug "hart" gearbeitet werden. Bis nach Goch musste über die Niers gepaddelt werden, bevor wir uns beim "PublicViewing" entspannen konnten. Der Jugendausflug führte ins Phantasialand. Zum Abschluss des Herrenshoffer Schützenfestes gelang es unserem Spielmann Peter Moll die Königswürde zu erlangen. Seine beiden Minster sind die Spielleute Andreas Jansen und Klaus Schmitz. Ebenso wurde unser Spielmann Daniel Bommes Minister bei der St. Donatus Bruderschaft Pesch

 

Das Jahr 2011 stand ganz im Zeichen unserers 90-jährigen Jubiläums und von Majestäten und Ministern. Neben dem König Peter Moll und seinen beiden Ministern auf dem Herrenshoffer Schützenfest stellten wir auch mit Daniel Bommes einen Minister beim Pescher Schützenfest. Zwischen diesen beiden Schützenfesten bildete der mehrtägige Ausflug zum Oktoberfest nach München zusammen mit unseren Freunden der Musikkapelle Kleinenbroich einen weiteren Höhepunkt diesen Jahres. Ein gemeinsames sonntägliches Konzert im Kurpark fand zahlreiche begeisterte Zuhörer. Die zum Jubiläum herausgebrachte CD fand auch hier reissenden Absatz. Auch beim Jugendausflug gab es eine Premiere. Erstmals ging es über 3 Tage in den Heide-Park nach Soltau. Zur Jahreshauptversammlung gab es im zu Beginn des Jahres einen großen Wechsel an der Spitze des Vereins. Andreas Jansen löste Norbert Holz als Präsidenten ab. Daniel Bomme wurde zum neuen Geschäftsführer und Klaus Germes zum neuen 1. Kassierer gewählt. Im Mai spielten wir auch noch bei unseren Freunden des BTK 1911 Köigshoven zum Jubiläum auf.

 

2012 spielten wir zum 40-jährigen Jubiläum des BSMK Kleinenbroich und zum 100-jährigen Jubiläum des Tambourcorps Brachelen auf. Auch am Bundesschützenfest in Hürth nahmen wir teil. Der Ausflug führte uns nach Willingen. Der Jugendausflug ging in den Aquapark nach Köln.

 

Das Jahr 2013 begann mit einer Premiere. Erstmals gaben wir zusammen mit unseren Freunden der Musikkapelle Kleinenbroich kurz vor Pfingsten ein Platzkonzert auf dem Hannenplatz in Korschenbroich. Diese Premiere fand sehr großen Zuspruch und wird bestimmt wiederholt. Auch bei der 750 Jahr-Feier unserer Freunde aus Pesch haben wir den Umzug musikalisch mitgestaltet. Beim Bundesfest in Geseke wurden wir mit einem "Sehr gut" bewertet. Der Ausflug führte uns in diesem Jahr für 3 Tage an die Mosel nach Bruttig.

 

Im Jahre 2014 fand das Bundesfest erstmals in den schönen Niederlanden statt. Es führte uns nach Kerkrade, wo wir auch sehr viel Spass hatten. Anfang des Jahres verabschiedeten wir mit einem Zapfenstreich den Brudermeister Berti Esser in Steinforth-Rubbelrath. Der Tagesausflug führte uns wieder zusammen mit unseren Freuden der St. Donatus-Bruderschaft Pesch zum Schützenfest nach Lipperode.

 

2015 fand wiederum ein Wechsel an der Spitze des Tambourcorps statt. Sascha Peick übernahm als neuer Präsident die Verantwotung für das Tambourcorps. Bei strahlendem Sonnenschein fand unser Platzkonzert zusammen mit der Musikkapelle Kleinenbroich eine erfolgreiche Wiederholung. Zur diamantenen Hochzeit unseres langjährigen Spielmannes Karl Hoppenkamps war es uns eine Ehre aufspielen zu dürfen.

Unser Spielmann Eugen Könes erlangte beim Vogelschuss der Herrenshoffer Bruderschaft erneut die Königswürde. Seine Minister sind Michael Keinath und unser Spielmann Wolfgang Schmitz. Zum Bundesfest ins benachbarte Büttgen fuhren wir zünftig mit dem Planwagen.

 

Im Jahr 2016 konnten wir folgende Spielleute mit Jubiläumsorden auszeichnen: Thorben Breuer für 15 Jahre, Patrick Breuer und Andre Lippold für 20 Jahre, Wolfgang Schmitz für 35 Jahre und Bruno Wallrath sogar für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft. Unser Tagesausflug führte uns diesmal nach Bonn und Königswinter.

 

2017 änderte sich erneut die Führung des Vereins. Peter Moll wurde zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt und startete nach einem Jahr Auszeit wieder voll durch. Zum dritten Mal fand unser Platzkonzert mit der Musikkapelle Kleinenbroich kurz vor Pfingsten auf dem Hannenplatz statt. Diesmal erhielten wir weitere musikalische Unterstützung durch die Chorgemeinschaft der Männerchöre Korschenbroich, Kleinenbroich und Liedberg. Unser 3 Tages-Ausflug führte uns in die Fränkische Stadt Bamberg und zum Bundesfest fuhren wir diesmal nach Heinsberg.

Da die St. Hubertus Bruderschaft Herrenshoff für das Jahr 2018 keinen neuen Schützenkönig finden konnte, entschloss sich unser Mitglied Klaus Schmitz dies selbst in die Hand zu nehmen. Am Nachmittag des eigentlichen Krönungsballes holte er auf dem Schießstand der Gaststätte Dresen den Vogel von der Stange. Zu seinen Ministern ernannte er seinen Bruder Wolfgang Schmitz und Peter Moll. Das Corps sicherte ihnen die volle Unterstützung für das kommende Jahr zu.